Hilfreich bei Sodbrennen

Brennen in der Brustbeingegend

Der fette Sonntagsbraten, ein Glas Rotwein oder auch eine Tasse Kaffee zu viel - schon drückt es im Magen und brennt in der Brustgegend. Oft kommt beim Aufstoßen sogar etwas Säure mit hoch, besonders dann, wenn der Gürtel zu eng sitzt oder man sich bückt.

Häufig reicht es in diesem Akutfall schon aus, ein großes Glas Wasser (am besten Zimmertemperatur) oder einen Fencheltee zu trinken. Denn dies liefert Flüssigkeit, ohne den Magen zu reizen. Durch die Getränke wird das Zuviel an Magensäure verdünnt und der Magen durchgespült.

Ein perfekter Säurebinder ist Heilerde. Entweder man löst einen Teelöffel Heilerdepulver in einem halben Glas Wasser auf oder man greift zu Heilerdekapseln. Bei Bedarf und vorbeugend empfiehlt sich auch die Einnahme jeweils eine Stunde vor dem Essen.

Eine bewährte Hilfe ist auch Bullrich Salz. Das aufgelöste Pulver neutralisiert die Magensäure. Da durch das Salz (auch Natron genannt) eine kleine chemische Reaktion entsteht, bei der sich Kohlensäure bildet, entweicht diese über die Speiseröhre durch befreiendes Aufstoßen.

Bitterstoffe entkrampfen

Bei Sodbrennen und saurem Aufstoßen leisten ebenso säurebindende Arzneimittel (sogenannte Antazida) gute Dienste. Die Präparate gibt es unter anderem in Form von Kautabletten.

Ganz natürlich befreien auch pflanzliche Heiltropfen von Magendruck, Blähungen und Sodbrennen. Die magenschonenden Inhaltsstoffe wie z.B. die Bittere Schleifenblume, Melisse oder Gelber Enzian stärken den Verdauungstrakt und regulieren die Magensäfte.

Zudem können die bitteren beziehungsweise ausgleichenden Kräuter die Magenmuskulatur anregen und dafür sorgen, dass der Schließmuskel am Übergang vom Magen zur Speiseröhre gut abdichtet. So wird saures Aufstoßen verhindert.

Noch besser ist es natürlich, dem Sodbrennen keine Chance zu geben. Das gelingt, wenn man statt üppiger Mahlzeiten kleine, leichte Portionen isst, die den Magen nicht zu sehr belasten. Ideal ist es zudem, immer in Ruhe zu essen und gründlich zu kauen.

Ingwer macht den Magen fit

Auch Ingwertee hilft. Der Tee wird am besten vor den Mahlzeiten getrunken. Ingwer aktiviert die Gallensaftproduktion und erleichtert so die Fettverdauung.

Für eine Tasse zwei Scheiben der Knolle mit heißem Wasser aufgießen. Oder man verdünnt einige Tropfen einer Ingwerfertigmischung und löst sie in einem halben Glas Wasser auf.

Auch die Homöopathie weiß Rat: Robinia pseudoacacia (Scheinakazie, Apotheke) gleicht den Säuregehalt im Magen aus. Bei akuten Beschwerden dreimal täglich fünf Kügelchen einnehmen.

Tipps vom Schulmediziner und Heilpraktiker

Sodbrennen entsteht durch Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre. Ursache kann ein schlaffer Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre sein. Bei üppigem Essen hält er dem Druck nicht stand, es schwappt Magensäure in die Speiseröhre und es brennt.

  • Magenspiegelung: Bei anhaltenden Problemen rät der Schulmediziner meist zu einer Magenspiegelung, um das Ausmaß der Entzündung festzustellen.
  • 24-Stundenhilfe: Bei stärkeren Beschwerden sind Säureblocker (z.B. mit dem Wirkstoff Omeprazol, Apotheke) meist das Mittel der Wahl. Die Wirkung setzt zwar nicht unmittelbar ein, hält aber bis zu 24 Stunden an.

Heilpraktiker raten bei häufigem Sodbrennen meist dazu, das Übermaß an Säurebildung über eine gesunde Lebensführung zu heilen.

  • Galle im Blickpunkt: Die Devise des Heilpraktikers: Ist der Gallenfluss normal und die Ernährung ausgewogen, gibt es auch kein Sodbrennen. Alles, was die "Galle hochkommen" lässt, kann die Speichelproduktion anregen, z.B. Dauerstress. Wichtig ist dann mehr Ruhe im Alltag und Ausgleich, z.B. durch Walken oder Joggen. Auch Yoga entstresst.
  • Vorsicht Säurelocker: Wichtiger Ansatzpunkt ist der Verzicht auf Säurelocker, wie zu viel Kaffee, scharfe Pizza und Torten. Tropfen mit Bitterstoffen (z.B. Angelikawurzel) lindern das Brennen.