Die 4 Säulen der Zahngesundheit

Richtige Mundhygiene

Zähne zu putzen, heißt nicht nur, Speisereste zu entfernen. Es geht vor allem auch darum, den bakteriellen Zahnbelag (Plaque) zu entfernen. Dies ist die Grundlage für die Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch.

Schon zweimal täglich Zähneputzen - wie die Zahnmedizin es fordert -, führt zu mehr Zahngesundheit. Noch besser ist es, nach jeder Mahlzeit die Zahnbürste zu nutzen.

Auch die Zahnzwischenräume sollten einmal täglich gereinigt werden, damit sich schädliche Zahnbeläge gar nicht erst bilden können. Dazu bieten sich an:

  • Zahnseide (richtige Anwendung!)
  • Zahnzwischenraumbürsten

Neben der richtigen Zahnbürste, die ein kleines Borstenfeld mit rundgeschliffenen Borstenenden haben sollte, ist auch die geeignete Putztechnik wichtig. Diese zeigt Ihnen Ihr Zahnarzt gerne.

Für die gründliche Zahnreinigung sollten Sie etwa zwei bis drei Minuten einplanen. Die Zahnbürste sollte mindestens alle zwei Monate ausgetauscht werden, da "struppige" Borsten zum einen nicht mehr richtig reinigen und zum anderen eine Gefahr für das Zahnfleisch darstellen.

Außerdem zählen natürlich die richtige Zahnpasta sowie eine medizinische Mundspüllösung zum Schutz vor Karies, Zahnfleischentzündungen, Plaque und Zahnstein zum täglichen Programm.

Gerne werden Sie hierzu in Ihrer Apotheke ausführlich beraten!

Fluoride für den Zahn

Für den Menschen ist Fluorid ein lebenswichtiges Spurenelement, das er für die Bildung von Knochen und Zähnen braucht. Aber auch wenn die Bildung der Zähne abgeschlossen ist, brauchen diese noch Fluorid.

Das Spurenelement bietet Schutz vor Karies, indem es den Zahnschmelz und das Dentin weniger anfällig für Säureangriffe und die Ansiedlung von Bakterien macht. Weil die Fluoride auch herausgelöste Mineralien wieder in den Zahnschmelz zurückschleusen, sinkt das Risiko einer Karies.

Fluorid kann dem Zahn auf unterschiedliche Weise zugeführt werden:

  • innerlich durch fluoridiertes Speisesalz, Mineralwasser oder Fluoridtabeltten
  • äußerlich durch Zahnpasten, Gelees oder Spüllösungen

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die regelmäßige und ausschließliche Verwendung von fluoridiertem Speisesalz die Karies um die Hälfte minimieren kann.

Ähnliches gilt auch für die Verwendung von Fluorid-Zahnpasten und Fluorid-Gelees. Als besonders wirksam haben sich dabei die Aminfluoride erwiesen, die über oberflächenaktive Eigenschaften verfügen. Das Fluorid bildet eine stabile Schicht auf der Zahnoberfläche, die einen langanhaltenden Schutz gewährt.

Fluorid zur Kariesbeseitigung

Fluorid kann Karies nicht nur vorbeugen, es kann sie in ihrem Anfangsstadium sogar beseitigen, wenn nämlich die Kreideflecken sichtbar werden. Diese entmineralisierten Stellen auf den Zähnen deuten auf die Säureattacken hin.

Durch Fluorid kann dieser Kreidefleck remineralisiert werden. Auch hier führen Aminfluoride zu einer besonders intensiven Remineralisation.

Werden jedoch kein fluoridhaltiges Speisesalz und keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet, kann - und sollte - Fluorid über Tabletten zugeführt werden.

Die für das jeweilige Alter und die speziellen Ernährungsumstände angemessene Dosierung und Anwendungsweise sollte vom Zahnarzt festgelegt werden.

Für die Einnahme von Fluoriden gibt es die folgenden Empfehlungen:

  • Kleinkinder unter 2 Jahren, die eine Kombination von Fluorid und Vitamin D in Tablettenform erhalten, sollten während dieser Zeit keine weiteren Fluoridierungsmaßnahmen durchgeführt werden.
  • Kinder ab 2 Jahren sollten zweimal täglich die Zähne mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (erbsengroßer Klecks) putzen. Fluoridtabletten stehen nur noch auf dem Programm, wenn im Haushalt kein Speisesalz mit Jod und Fluor verwendet wird sowie ein erhöhtes Kariesrisiko besteht.
  • Kinder ab 6 Jahren sollten auf Erwachsenenzahnpasta umsteigen. Auf Anraten des Zahnarztes kann einmal wöchentlich ein Fluoridgelee verwendet werden, wenn das Kariesrisiko erhöht ist.

Gesunde Ernährung

Der für die Zähne gefährlichste Einfluss der Nahrung ist indirekter Natur. Die Lebensmittel und ihre Inhaltsstoffe greifen nicht direkt den Zahn an, sondern sind selbst wiederum Nahrung für die im Mundraum lebenden Bakterien.

Allerdings ist eine zuckerlastige Ernährung ein toller Zustand für die schädlichen Bakterien, die entscheidend für Karies und Parodontose verantwortlich sind.

Eine zahngesunde Ernährung ist abwechslungsreich und baut auf

Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und möglichst naturbelassene Lebensmittel.

Die Zähne sollen gefordert werden sowie richtig zubeißen und kauen. Dadurch wird dann auch der Speichelfluss angeregt, der dem Gebiss hilft, sich selbst zu reinigen.

Zweimal jährlich zum Zahnarzt

Eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt lässt Schäden rechtzeitig erkennen und beheben. Wenn ein Kind frühzeitig an das Geschehen in der Zahnarztpraxis herangeführt wird, kann die "Angst vorm Zahnarzt" eigentlich gar nicht entstehen.

Die Kontrolluntersuchung sollte als eine Selbstverständlichkeit betrachtet werden. Dazu ist es natürlich notwendig, dass die Eltern mit dem Zahnarztbesuch nicht so lange warten, bis der Schmerz auftritt, sondern schon frühzeitig die Praxis aufsuchen.

Wird dann trotz aller Vorsorge eine Behandlung notwendig, kann der Zahnarzt sie rechtzeitig durchführen. Somit halten sich die Schmerzen in Grenzen.

Schon im frühen Kindesalter sollte der Grundstein gelegt werden, dass die Kleinen und späteren Erwachsenen ihr Leben lang für ihre Zahngesundheit selbst verantwortlich sind.

Gerade durch eine regelmäßige Kontrolle können die Schäden an den Zähnen schon frühzeitig entdeckt und behoben werden. Auch gehört es zur Beratungstätigkeit des Zahnarztes dazu, Sie darüber aufzuklären, wie Sie sich vor Zahn- und Zahnfleischerkrankungen schützen können.