Migräne

Ursachen

Migräne ist ein weit verbreitetes Leiden. Die genaue Ursache ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man weiß inzwischen jedoch, dass sowohl die Verengung von Blutgefäßen im Gehirn wie auch die kurz darauf folgende Gefäßerweiterung eine Rolle spielen. Der Verengungs- und Erweiterungsvorgang aktiviert bestimmte Schmerzrezeptoren und führt so zu den teilweise massiven Kopfschmerzen.

Noch nicht völlig geklärt ist allerdings die Frage, was diesen Vorgang auslöst. Serotonin, eine Substanz, die für die Mitteilung von Nervenzelle zu Nervenzelle von Bedeutung ist, scheint dabei eine wichtige Rolle zu spielen. An äußeren Reizen, die wiederum den Serotoninspiegel beeinflussen, werden Stress, Alkohol, körperliche Belastung, grelles Licht und andere genannt.

Darüber hinaus spricht einiges dafür, dass auch hormonelle Einflüsse eine Rolle spielen. Es leiden nämlich weitaus mehr Frauen als Männer unter Migräneanfällen. Häufig kann auch ein zeitlicher Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus beobachtet werden.

Auffällig ist außerdem, dass das Leiden in manchen Familien gehäuft auftritt, in anderen Familien überhaupt nicht. Dies deutet auf einen erblichen Faktor hin. Tatsächlich hat man inzwischen ein Gen entdeckt, das bei den Betroffenen einer bestimmten Form von Migräne verändert ist. In jedem Fall ist Migräne keine psychische (wie früher angenommen), sondern eine organische Erkrankung.

Symptome

Migräne zeigt sich in massiven, oft pochenden Kopfschmerzen; sie beginnen meist plötzlich in den Morgenstunden und dauern stunden- bis tagelang an. Im klassischen Fall ist nur eine der beiden Kopfseiten betroffen. Übelkeit, Erbrechen und starke Lichtempfindlichkeit sind häufige Begleiterscheinungen.

Manchmal wird ein Migräneanfall durch zusätzliche Störungen von Nervenfunktionen angekündigt oder begleitet. Einige Patienten berichten von Sehstörungen, Lähmungen oder Kribbeln in einem Arm oder Bein. Gehen solche Störungen einem Migräneanfall voraus, so werden sie als "Aura" bezeichnet. Zwischen den einzelnen Anfällen fühlt sich der Betroffene in der Regel vollkommen wohl.

Therapie

Eine echte Heilung des Leidens gibt es bisher nicht, da man die Ursachen der Migräne nicht kennt. Die Behandlung besteht in der Linderung der Beschwerden mit Schmerzmitteln sowie Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen. Zusätzlich empfinden viele Patienten Ruhe in einem abgedunkelten Raum als hilfreich.

Auch so genannte Vasokonstriktoren werden eingesetzt, das sind Medikamente, die die Gefäße verengen und so die wahrscheinlich schmerzauslösende Gefäßerweiterung verhindern. Neuerdings werden auch die Gegenspieler des Serotonin, so genannte Serotonin-Rezeptor-Antagonisten, erfolgreich eingesetzt.

Schließlich ist es wichtig, dass die Betroffenen sich selbst genau beobachten um festzustellen, welche Faktoren, Situationen oder Stoffe die Anfälle möglicherweise auslösen könnten. Wenn dies gelingt, müssen diese Faktoren selbstverständlich zuallererst beseitigt werden. Weiterführende Links:

> Selbsthilfe Migräne