Rückengesund im Büro

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Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist optimal an die Anforderungen des Einzelnen angepasst. Dabei geht es nicht nur um Stuhl und Schreibtisch, sondern auch um die Ausrichtung des Monitors, die Anordnung von Maus, Tastatur und Telefon sowie die Beleuchtung.

Ein nichtergonomischer Arbeitsplatz hat insbesondere für "Bürotäter", die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, über kurz oder lang gesundheitliche Folgen. Diese können mit leichten Verspannungen, insbesondere im Schulter- und Nackenbereich, beginnen und in schmerzhaften Haltungsschäden, Krämpfen oder gar Durchblutungsstörungen enden.

Auch Migräne und Sehstörungen gehören zu den Folgen eines nicht richtig und unpassend eingerichteten Büroarbeitsplatzes. Um die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten, sollten auch Arbeitgeber ein Interesse daran haben, die bestehenden Richtlinien für Bildschirmarbeitsplätze umzusetzen.

Dynamisches Sitzen

Auch wenn der Bürostuhl allen Anforderungen entspricht, höhenverstellbar, kippsicher und mit flexibler Lehne ausgestattet ist, sollte er nicht für den gesamten Arbeitstag be"sessen" werden. Daher sollte man sich auf dem Sitz bewegen, z.B. durch Beckenkippen auf der Sitzfläche - eine Übung, die noch nicht einmal von den Kollegen bemerkt werden muss.

Dazu zunächst die rechte Gesäßhälfte belasten, dann die linke und das Becken auf dem Stuhl vor und zurück kippen. Abwechslung bringen andere Sitzgelegenheiten oder einige Minuten auf der vorderen Sitzkante des Stuhles.

Wer dynamisch sitzt, sich also im Sitzen häufig bewegt und die Sitzposition verändert, entlastet die Wirbelsäule und die Bandscheiben. Auch die Muskulatur wird unterschiedlich gefordert. Verstärken kann man den Effekt, indem man z.B. Telefonate im Stehen führt, Briefe im Stehen liest, Kollegen besucht anstatt mit ihnen zu telefonieren, die Treppe anstatt des Aufzugs nimmt.

Richtig sitzt, wer Knie und Ellbogen im rechten Winkel beugt und mit den Füßen fest auf dem Boden steht. Um diese Sitzposition einzunehmen, ist die Höhenverstellbarkeit des Stuhls unabdingbar.

Ideal sind Büroarbeitsplätze mit integriertem Stehplatz oder einem höhenverstellbaren Arbeitsplatz, der den notwendigen Belastungswechsel ermöglicht. Arbeitsmediziner empfehlen eine Formel aus 50 Prozent Sitzen, 25 Prozent Stehen, 25 Prozent Bewegen.

Bildschirm, Beleuchtung und Co.

Besonders wichtig für die Arbeit am Bildschirm ist dessen richtige Höhe. Sie stimmt, wenn die oberste Zeile auf Augenhöhe ist. Der Bildschirm sollte zudem leicht geneigt sein, geringe Reflexionen aufweisen und flimmerfrei sein. Mindestens 50 Zentimeter Abstand zwischen Bildschirm und Benutzer sind empfehlenswert, bei größeren Diagonalen sollte sich auch der Augenabstand erhöhen.

Gut lesbar ist schwarze Schrift auf weißem Hintergrund. Um Spiegelungen und Reflexe zu vermeiden, sollte der Bildschirm im rechten Winkel zur Fensterbank stehen. Wer Probleme mit der Lesbarkeit hat, kann versuchen, die Schriftgröße zu verändern - ansonsten können spezielle Brillen hilfreich sein.

Auch Beleuchtung und Klima haben einen Einfluss auf die Arbeitsumgebung. So gehören viel Licht, frische Luft, eine angenehme Temperatur, Bilder und Pflanzen zu den weichen Faktoren der Ergonomie, für die es keine festen Vorschriften gibt, sondern nur Empfehlungen.

Dazu zählt beispielsweise Tageslicht als ideale Beleuchtung. Reicht dies nicht aus, so sind Neonröhren sinnvoll, da sie nicht nur punktuell leuchten wie es Glühbirnen oder Energiesparleuchten tun. Ergänzend sollte auf jedem Arbeitsplatz eine Leuchte stehen.

Die Raumtemperatur ist natürlich abhängig von individuellen Vorlieben. Ein überheizter Raum lässt jedoch den Arbeitseifer erlahmen, weil er schläfrig macht und durch schlechte Luft auch noch Beschwerden in der Atmung verursacht.

Um die Luftfeuchtigkeit in Büroräumen zu erhöhen, bieten sich Zimmerlinden oder Zyperngras an, da sie fast ihr gesamtes Gießwasser wieder abgeben. Auch regelmäßiges Lüften sollte zum Standardprogramm gehören: Ein Mal pro Stunde für etwa fünf Minuten die Fenster sperrangelweit öffnen - und gegebenenfalls am offenen Fenster ein paar tiefe Atemzüge nehmen, hilft dabei, die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern.