Damit gute Tage die Regel sind

Die Menstruation

Allmonatlich bereitet sich die Gebärmutter mit dem Aufbau von Schleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor. Findet keine Befruchtung statt, wird die Schleimhaut wieder abgestoßen und mit einer Blutung ausgeschieden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Menstruation. Dabei werden Schmerzbotenstoffe gebildet, so genannte Prostaglandine. Sie bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur beim Ablösen der Schleimhaut zusammenzieht.

Werden zu viele Prostaglandine freigesetzt, können krampfartige Unterleibsschmerzen die Folge sein. Geraten die Botenstoffe über die Blutbahn zu weiteren Organen, können sie dort Begleitsymptome wie Übelkeit, Kopfweh oder Kreislaufprobleme verursachen.

Die Tage vor den Tagen

Bei manchen Frauen kann ein bis zwei Wochen vor Beginn der Regel das so genannte Prämenstruelle Syndrom (PMS) auftreten. PMS kann Schwellungen und Spannungsgefühle in Brust, Fingern und Füßen verursachen, weil der Körper in dieser Zeit vermehrt Wasser einlagert. Die Beschwerden bei PMS können individuell sehr unterschiedlich sein. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie in Abhängigkeit vom Monatszyklus auftreten und nicht selten mit Einsetzen der Menstruation spontan abklingen.

Aktiv gegen Regelbeschwerden

Das beste Mittel bei Krämpfen und Verstimmungen ist Sport. Durch Bewegung wird die Durchblutung des Beckens gefördert und Verspannungen können sich lösen.

Außerdem schüttet das Gehirn bei körperlicher Aktivität vermehrt Endorphine aus. Diese "Glückshormone" können die Gefühlslage positiv beeinflussen und negative Stimmungen verscheuchen. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Laufen oder Schwimmen.

Neben Sport gibt es weitere Möglichkeiten, die monatlichen Beschwerden möglichst gering zu halten oder ganz zu verhindern:

  • Wärme kann sehr entspannend wirken. Oft tut es schon ein heißes Bad oder die gute, alte Wärmflasche.
  • Pflanzliche Präparate mit Extrakten aus Mönchspfeffer oder Gänsefingerkraut können Krämpfe lösen und bei Reizbarkeit und Unruhe helfen.
  • Magnesium, wie es zum Beispiel in Nüssen, Weizenkeimen, getrockneten Hülsenfrüchten und ungeschältem Reis enthalten ist, kann leichtere Schmerzen lindern.
  • Ätherische Öle aus Extrakten von Wacholder, Kamille, Lavendel oder Melisse können dazu beitragen, die innere Ruhe und Balance wiederzufinden.
  • Bei Neigung zu PMS empfiehlt sich der Verzicht auf Schwarztee, Kaffee und Cola, da Koffein nervöse Verstimmungen noch verstärken kann.
  • Eine leicht verdauliche, ballaststoffreiche Ernährung sollte "die Regel" sein, um den Körper nicht unnötig zu belasten.

Wichtig: Sollte keine dieser Maßnahmen zur Linderung Ihrer Regelbeschwerden führen, sollten Sie sich auf mögliche andere Krankheiten untersuchen lassen.