Die Pflege reifer Haut

Ab dem 30. Lebensjahr

Die Alterungsprozesse der Haut und des Körpers unterliegen dynamischen Vorgängen, die ab dem 30. Lebensjahr einsetzen. In der Regel wird die Haut dünner und verliert an Elastizität.

Auch die Feuchtigkeit nimmt ab, so dass sich leichter Falten bilden können. Äußere Einflüsse, wie beispielsweise zuviel Sonne, Stress, Nikotin, Alkohol und Umweltgifte, lassen die Haut früher altern.

Gerade Frauen in den Wechseljahren spüren, dass durch die Veränderungen im Hormonhaushalt auch die Haut in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Haut trocknet leichter aus, wenn weniger Östrogen im Körper gebildet wird. Frauen, die ein Östrogen-Präparat einnehmen, haben dagegen häufig einen frischeren Teint.

Da auch die Talg- und Schweißdrüsen im Alter weniger arbeiten, fehlen wichtige Substanzen zum Aufbau des Säureschutzmantels. So kommt es zu trockener, fettarmer und spröder Haut. Diese reagiert dann deutlich empfindlicher z.B. auf Seifen und Umwelteinflüsse. Die Folge sind eine raue Hautoberfläche mit kleinen Einrissen der Haut.

Was ist mit den Falten?

Falten sind ganz natürlich - zeigen sie doch das Alter eines Menschen. Und gerade Mimikfalten um die Augen oder den Mund machen deutlich, dass man gerne lacht.

Andererseits sind Falten das Schreckgespenst der Kosmetik - noch nie gab es so viele verschiedene Produkte auf dem Markt, die Falten den Garaus machen sollen.

Jeder muss seinen eigenen Umgang mit Fältchen und Falten finden. Für manch einen mag eine Behandlung mit Laser oder Botulinumtoxin oder die Unterspritzung der Falten das Nonplusultra sein.

Doch auch wer nicht so weit gehen möchte, sollte seiner Haut etwas Gutes tun. Mit der richtigen Pflege sehen Sie dann auch mit - oder ohne Falten - gut und gesund aus.

Die richtige Pflege

Konnten Sie bislang auf eine Tages- und Nachtcreme vermeintlich verzichten, so ist diese jetzt angesagt. Sowohl Tages- als auch Nachtpflege sollten viel Feuchtigkeit enthalten, damit die Trockenheit der Haut aufgehoben wird. So gilt z.B. Aloe Vera als idealer Durstlöscher für die Haut, der gleichzeitig auch für mehr Spannkraft sorgt.

Ein Großteil der Pflegekosmetik setzt auf die Wirkung von Vitaminen. Vitamin A, C und E neutralisieren so genannte freie Radikale und wirken so auch der Hautalterung entgegen. Zudem bindet Vitamin E Wasser in der Haut. In hoch dosierter Form soll es tief in die Oberschicht der Haut eindringen und dort seine positiven Wirkungen entfalten.

Vitamin A hingegen hält die äußere Hautschicht weich und geschmeidig. Es wird verhindert, dass bei Sonnenbestrahlung eine Hornschicht gebildet wird. Vitamin C ist für den Aufbau und Erhalt von Collagen unentbehrlich. Mangelerscheinungen zeigen sich sofort durch schlaffer werdende Haut - vor allem unter den Augen und am Hals.

Pflege von innen

Auch durch eine ausgewogene Ernährung können Sie Ihrer Haut etwas Gutes tun. Die genannten Vitamine sollten nicht nur in der Kosmetik stecken, sondern auch in Ihren Lebensmitteln. Viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan - und schon ist ein Großteil der Vitamine Ihr täglicher Begleiter.

Außerdem sind Spurenelemente und Mineralstoffe für das allgemeine Wohlbefinden und für die Haut unabdingbar. Selen ist für den Zellschutz zuständig und wirkt gegen die hautfeindlichen freien Radikale. Es ist in Getreidekeimlingen, Reis, Kokosnüssen und Seefischen enthalten. Auch Zink ist ein wichtiger Bestandteil für die Haut. Der Mineralstoff wirkt als Antrieb auf die Zellen und ist deshalb gerade bei gestresster und müder Haut wichtig. Zink stimuliert das Immunsystem und optimiert die Funktionen der Haut. Der Mineralstoff steckt in roten Linsen, Austern oder Sesam.

Trinken Sie viel! Allerdings bezieht sich das nicht auf Wein, Bier oder ähnliches, sondern auf Mineralwasser, Grüntee oder Früchtetees. Zwei bis drei Liter sollten es täglich schon sein.

Mit Hormonen gegen Falten

Ein neuer Trend im Kampf gegen die Falten sind Pflegeprodukte mit Hormonen. Dabei werden vor allem Pflanzenhormone aus Soja, Klee, Sonnenblumen, Ginseng oder Ginster eingesetzt.

Durch die Hormone soll das Zellwachstum der Oberhaut stimuliert werden. Auch die Neubildung von Collagen- und Elastinfasern wird verbessert. Die Haut bleibt länger faltenfrei und jung - so die Hoffnung.

Weitere Anti-Aging-Cremes setzen auf Säuren, wie z.B. Alpha- oder Beta-Hydroxy-Säuren (AHAs oder BHAs). Diese sollen die Haut durch die Ablösung von Hautschüppchen glatter und frischer machen. Außerdem wird dadurch die Zellerneuerung angeregt.

Wichtigster Punkt bei allen Bemühungen ist, dass die Haut zum einen geschützt und zum anderen repariert werden muss, um möglichst lange jung zu bleiben. Durch die entsprechenden Inhaltsstoffe soll die Haut angeregt werden, sich so zu verhalten, als sei sie noch viele Jahre jünger, als sie in Wirklichkeit ist.