Keine Angst vor dem Wechsel

Das Klimakterium

Mit den Wechseljahren schützt sich der weibliche Körper vor den Risiken und Strapazen einer Geburt im höheren Alter. Die Fortpflanzungsfähigkeit bildet sich zurück; die Produktion der Sexualhormone in den Eierstöcken erlischt. Die letzte Regelblutung liegt um das 50. Lebensjahr.

Manche Frauen haben mit dem Wechsel keinerlei Probleme; bei anderen kann der Hormonmangel zu Hitzewallungen, trockener Haut, Gewichtszunahme, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen führen. Solche Beschwerden lassen sich vermeiden oder zumindest deutlich lindern, wenn Sie folgende Ratschläge beherzigen:

  • Treiben Sie Sport! Körperliche Aktivität hebt die Stimmung, kurbelt den Kreislauf an, stärkt Muskeln und Knochen und ist ein wirksames Mittel gegen Schlaflosigkeit.
  • Bauen Sie Übergewicht ab und ernähren Sie sich kalorienarm und ausgewogen mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen.
  • Versuchen Sie es bei Hitzewallungen mit Salbeitee, dem schweißhemmende Wirkung zugeschrieben wird. Auch wechselwarme Fußbäder können hilfreich sein.
  • Beugen Sie Unruhezuständen und Schlaflosigkeit mit Hopfen- und Baldriantee vor.

Pflanzliche Alternativen zur Hormonersatztherapie

Es klingt ganz einfach: Wo Hormone fehlen, werden sie ersetzt, und schon ist alles wieder in Ordnung. Doch weil die Drosselung der Hormonproduktion naturgewollt ist, kann eine Hormonersatztherapie unter Umständen mehr schaden als nützen. Die Entscheidung über die Zweckmäßigkeit einer solchen Therapie liegt deshalb ausschließlich beim Frauenarzt.

Eine hormonfreie Alternative kommt direkt aus der Natur: Bestimmte pflanzliche Verbindungen haben auf den menschlichen Organismus eine ganz ähnliche Wirkung wie Hormone; sie werden daher auch Phytohormone genannt. Die beiden wichtigsten Phytohormone heißen Isoflavon und Lignan. Enthalten sind sie z.B. in folgenden Pflanzen, deren Wirksamkeit bei Wechselbeschwerden gut belegt ist:

  • Traubensilberkerze (cimicifuga racemosa):
    Extrakte aus der Wurzel des Hahnenfußgewächses können das vegetative Nervensystem beeinflussen und positiv auf Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen wirken.
  • Keuschlamm (vitex agnus castus):
    Wirkstoffe aus den Früchten der Eisenkrautpflanze können regelbedingte Krämpfe lösen und bei Brustspannen und Verstimmungen helfen.
  • Johanniskraut (hypericum perforatum):
    Extrakte dieses Hartheugewächses können stimmungsaufhellende und beruhigende Wirkung haben.

Wichtig: Phytohormone benötigen in der Regel etwa vier bis acht Wochen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Ihre Qualität hängt von Anbauort, Reinheit und Verarbeitung der Pflanzen ab.

Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten.