Allergien homöopathisch behandeln

Galphimia glauca

Eine Pflanze mit starker Heilkraft ist offenbar Galphimia glauca. Das Mittel Galphimia glauca D4 hilft laut Studien gegen Juckreiz, Kribbeln und Brennen der Nasenschleimhaut, verringert die Häufigkeit der Niesanfälle, den Tränenfluss und das Brennen der Augen.

Wissen Betroffene, wann "ihre" Pollensaison beginnt, können sie zur Vorbeugung sechs bis acht Wochen vorher mit der Einnahme von Galphimia glauca D12 (dreimal täglich fünf Globuli) beginnen.

Folgende Mittel sollen typische Beschwerden lindern (eine Arzneigabe entspricht ca. 5 Tropfen bzw. 5 Globuli bzw. einer Tablette, die Einnahme kann bei akuten Beschwerden stündlich erfolgen bis eine Besserung eintritt, danach dreimal täglich):

  • Akuter, chronischer und allergischer Schnupfen, Kopfschmerz: Luffa D4.
  • Heuschnupfen mit Tränenfluss und Lichtscheue: Allium Cepa D6.
  • Allergischer Schnupfen mit extrem starkem Niesreiz: Sabadilla Officinalis D6.
  • Chronisch verstopfte Nase, brennende Augen: Sulfur D6.
  • Heuschnupfen mit starkem Juckreiz in Gaumen, Hals und Nase: Wyethia Helenoides D6.
  • Bindehautentzündung mit brennendem Tränenfluss: Euphrasia D6.

Bei Neigung zu Allergien nimmt man als allgemeines Mittel zur Vorbeugung Acidum Formicicum D6 (zweimal täglich).

Schnupfen und Nahrungsmittel

Es ist auch möglich, gegen Heuschnupfen so genannte Komplexmittel zu verwenden. Sie enthalten Luffa, Galphimia sowie Cardiospermum und wirken offenbar umfassend auf die Beschwerden.

Auch zur Behandlung eines allergischen Schnupfens wird ein Komplexmittel empfohlen. Bei akuten Beschwerden sollte man stündlich eine Tablette einnehmen (maximal sechs am Tag), bis die Symptome nachlassen.

Die Tabletten lässt man langsam im Mund zergehen. Um die Wirkkraft nicht zu stören, sollte die Anwendung in mindestens viertelstündigem Abstand zu den Mahlzeiten, dem Genuss von Tee oder Kaffee und zum Zähneputzen erfolgen.

In den ersten ein, zwei Tagen der Anwendung tritt meist eine deutliche Besserung ein. Ist dies nicht der Fall oder verschlimmern sich die Beschwerden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Mit einer homöopathischen Behandlung unter ärztlicher Kontrolle kann eine Nahrungsmittelallergie scheinbar günstig beeinflusst werden. Mittel der Wahl ist Okoubaka.

Die Arznei hilft z.B. gegen Unverträglichkeiten und Magen-Darm-Beschwerden. Meist wird in den ersten sechs Wochen Okoubaka D3 vom Arzt verordnet.

Hilfe bei Insektenstichen

Im Sommer kann es schnell passieren: Eine Wespe sticht zu. Hausmittel wie eine aufgeschnittene Zwiebel oder das homöopathische Mittel Apis D6 verschaffen erste Linderung.

Manchmal hat die Insektenattacke jedoch beängstigende Folgen. So können sich am ganzen Körper Quaddeln bilden und Schwellungen an den Armen oder im Gesicht entstehen. Auch Luftnot und Herzprobleme sind nach einem Angriff von Wespe, Biene oder Hummel möglich.

Im schlimmsten Fall erleiden Betroffene einen anaphylaktischen Schock, einen Kreislaufzusammenbruch, der ohne sofortige Behandlung tödlich enden kann. Nicht das Insektengift ist dafür verantwortlich, sondern ein überempfindliches Immunsystem.

Wer gegen Insektengift allergisch ist, sollte ein Notfall-Set bei sich tragen. Es enthält meist Material zum Abbinden der Einstichstelle, Tropfen, Sprays oder Spritzen, die bei Rachenschwellungen und Kreislaufstörungen schnell helfen können.

Neurodermitis und Ekzeme

Entzündete Haut, nässende Bläschen und quälender Juckreiz - Millionen Deutsche leiden regelmäßig unter hartnäckigen Hautproblemen. Besonders oft sind Kinder betroffen. Viele Patienten haben bereits gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht.

Mittel wie die Kleine Brennnessel (Urtica urens) oder die Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) sollen zunächst die akuten Symptome lindern. Im zweiten Schritt versucht der Arzt gemeinsam mit dem Patienten, gegen die Ursachen der Hauterkrankung vorzugehen.

Die Ballonrebe ist in Afrika und Südamerika heimisch, wo sie traditionell gegen Rheuma und Atemwegsbeschwerden angewandt wird. Wegen ihrer entzündungshemmenden Inhaltsstoffe wirken Salben aus der Ballonrebe offenbar sehr erfolgreich gegen Neurodermitis und allergische Ekzeme.

Dr. med. Markus Wiesenauer, Facharzt für Homöopathie, führte mit 24 Patienten, die an schweren bis mittelschweren Hautkrankheiten litten, eine Studie durch. Nach zehntägiger Anwendung der Salbe waren die Symptome von 80 Prozent der Teilnehmer abgeheilt oder hatten sich deutlich verbessert.