Die homöopathische Hausapotheke

Die richtige Einnahme

Das Geheimnis der Homöopathie: Der Wirkstoff kommt in sehr geringer Dosis zum Einsatz. Um die Kügelchen, Lösungen, Tabletten und Salben herzustellen, werden die Wirkstoffe stark verdünnt, indem man sie in einem Gemisch aus Wasser und Alkohol ansetzt.

Tabletten und Tropfen sollte man langsam im Mund zergehen lassen, Globuli in der Wangentasche. Werden verschiedene Mittel gleichzeitig eingenommen, sollte eine Pause von 30 Minuten zwischen den Einnahmen eingehalten werden.

Dazwischen sollte nicht gegessen oder getrunken werden. Außerdem sollte kein Metalllöffel verwendet werden, da er die Wirkstoffe schwächen kann. Zwischen Zähneputzen und Einnahme sollte ebenfalls eine halbe Stunde liegen.

Ringelblume & Kamille

Schon die Äbtissin Hildegard von Bingen setzte in ihrer Klostermedizin auf die Heilkraft der orangefarbenen Ringelblume. Sie hemmt Entzündungen und wirkt abschwellend. Das verbessert die Wundheilung.

Außerdem kann die Ringelblume verhindern, dass Narben entstehen. Es sollten drei- bis viermal täglich 5 Globuli Calendula D12 eingenommen werden. Zusätzlich kann die Ringelblume als Salbe verwendet werden.

Bei größeren Verletzungen und offenen Wunden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Selbiges gilt, wenn die Wundränder sich röten oder sich ein pochender Schmerz entwickelt.

Oft sind Ohrenschmerzen der unangenehme Begleiter von Erkältungen. Dann kommt in der Homöopathie Chamomilla zum Einsatz - die echte Kamille. Chamomilla C30 wird einmalig (5 Globuli) eingenommen.

Bei starken Schmerzen ist jedoch ein Arztbesuch notwendig, da eine Mittelohrentzündung die Ursache sein kann. In diesem Fall ist ein Antibiotikum von Nöten.

Arnika und Kieselsäure

Die Gebirgsblume Arnika wirkt bei Prellungen, Quetschungen und Zerrungen. Dafür viermal täglich je 5 Globuli Arnica D6 einnehmen. Zusätzlich kann eine Arnikasalbe verwendet werden. Sollte nach drei Tagen keine Besserung eintreten, ist ein Arzt aufzusuchen.

Manchmal reagieren die Zähne empfindlich auf Kaltes und auf bestimmte Lebensmittel. Daran sind oft freiliegende Zahnhälse schuld. Dann hilft Silica. Die Kieselsäure beruhigt gereiztes Zahnfleisch und beugt Karies vor.

Silicea D12 sollte zweimal täglich (5 Globuli) eingenommen werden. Wenn zusätzlich Zahnfleischbluten und Schwellungen auftreten, steckt vielleicht eine Parodontitis dahinter, die vom Zahnarzt behandelt werden muss.

Eisenhut bis Brechnuss

Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf Infektionen. Ab 39 Grad sollte das Fieber jedoch gedrosselt werden. Die Homöopathie setzt vor allem zu Beginn der Infektion auf Eisenhut (Aconitum D12). Davon sollten dreimal täglich je 5 Globuli eingenommen werden.

Bessern sich die Beschwerden jedoch nicht, können viermal täglich je 5 Globuli Belladonna D6 (Tollkirsche) helfen. Sinkt das Fieber jedoch nach drei Tagen nicht oder steigt es an, sollte unbedingt ein Arzt gerufen werden, da so hohe Temperaturen äußerst selten auftreten und daher auf jeden Fall ernst zu nehmen sind.

Brennt es beim Wasserlassen? Dahinter könnte eine Blasenentzündung stecken. Dann wirkt Cantharsis D6 (spanische Fliege) lindernd. Davon stündlich je 5 Globuli einnehmen. Ein Arztbesuch ist jedoch unerlässlich, sofern Blut im Urin auftritt.

Bei Anspannung und Stress können drei- bis viermal täglich je 5 Globuli Nux vomica D12 (Brechnuss) helfen. In der Homöopathie kommt das Mittel auch bei Übelkeit zum Einsatz.