Homöopathie für Hund und Katze

Nux vomica bei Tieren

Stellt man bei seinem Tier Symptome wie Reizbarkeit, Spastiken und Schwächungen bis hin zu Lähmungen fest, kann Nux vomica verabreicht werden. Ebenso bei Vergiftungen aller Art und Entgleisungen des Stoffwechsels, insbesondere des Leber- und Nierenstoffwechsels, kann das Medikament zur Anwendung kommen.

Vor allem bei folgendem Verhalten empfiehlt sich die Gabe von Nux vomica:

  • Ungeduldige Reizbarkeit: Hunde neigen zum Stromern, Pferde wandern in der Box, streiten mit dem Nachbarn, schlagen gegen die Wand und beißen ins Gitter.
  • Zorn, Aggressivität, zornige Eifersucht.
  • Aggressivität auch gegen Artgenossen, bis hin zur Streitsucht.
  • Nux-Tiere sind oft schwierig zu behandeln, zeigen abweisendes Verhalten. Hund: knurrt die geliebten Halter an; inszeniert Raufereien, Beißereien. Pferde: beißen, schlagen, auch beim Reiten, gegen andere Pferde, aggressive Boxenpferde mit wenig Bewegung.
  • Konkurrenzdenken: Rangstreitigkeiten, Futterneid auf Artgenossen oder andere Tiere, stiehlt Futter.
  • Überempfindlich gegen alle Sinnesreize.

Sepia bei Tieren

Sepia ist ein häufiges und konstitutionelles Mittel. Es hilft bei hormonellen Problemen, Hormonumstellung (Kastration), Abneigung gegen Bedeckung, Zystitis.

Sepia-Tiere haben ein übermäßiges Bedürfnis nach uneingeschränkter Freiheit und Gerechtigkeit. Die Sepia-Hündin eignet sich nicht als ruhiger und leinengeführter Begleithund. Sie braucht Anstrengung und lange Spaziergänge, einen Halter, der sie wie einen gleichberechtigten Kumpel akzeptiert, und "sinnvolle" Aufgaben (Schutzhund, Katastrophen- oder Lawinenhund).

Sepia-Stuten eignen sich hervorragend für den Leistungssport, für Spring- und Dressurreiten, aber sie brauchen einen adäquaten Reiter, der sie konsequent fordert und es versteht, sie für eine Art Teamwork zu motivieren.

Bewährte Homoöpathika bei Hunden

Diese Mittel helfen bei Erbrechen:

  • Ipecacuanha: allgemeine Brechneigung, Folge von Arzneimitteln, Schwäche, schlechter abends und nachts.
  • Nux vomica: Folge von Fütterungsfehlern (verdorbenes, nicht tierartgerechtes Futter), Folge von Arzneimitteln und Vergiftung, Folge von nicht artgerechter Tierhaltung (Bewegungsmangel), Leberleiden.
  • Arsenicum album: Folgen von Fütterungsfehlern (verdorbenes Futter, Giftpflanzen), Infektionskrankheiten, große Schwäche, Unruhe und Ängstlichkeit.
  • Bryonia: Morgendliches Erbrechen, schlechter durch Bewegung, besser durch Druck und Wärme.
  • Cocculus: Erbrechen beim Autofahren, Reisekrankheit, Seekrankheit, große Übelkeit, Schwindelgefühl.

Bei Blähungen haben sich diese Mittel bewährt:

  • Arsenicum album: Folgen von Fütterungsfehlern, Verdauungsstörung, Appetitlosigkeit, Schwäche.
  • Carbo vegetabilis: Verdauungsschwäche, Abmagerung, besser in frischer Luft, besser durch Gasabgang.
  • China: chronischer Durchfall, Folgen von Darmparasitenbefall oder Durchfall.

Gegen Juckreiz gibt man:

  • Apis: bei allergischen Hautreaktionen (Allergie gegen Flohstiche, Medikamente oder Futtermittel), Insektenstiche.
  • Sulfur: bei Stoffwechselstörungen, Medikamentenunverträglichkeiten, Hautparasiten sowie chronischen Hautentzündungen.
  • Urtica urens: bei allergischen Hautausschlägen, Nesselsucht.

Bewährte Präparate für Katzen

Hat die Katze einen Schnupfen, helfen offenbar folgende Mittel:

  • Aconitum: bei den ersten akuten Entzündungszeichen.
  • Belladonna: bei längerem Bestehen der Entzündung, lässt die Katze zu Beginn häufig niesen und sich an der Nase kratzen.
  • Hepar sulfuris: kein Ausfluss, die Nasenlöcher sind verstopft.
  • Allium cepa: reichlich wässriger Schnupfen, der Nasenlöcher und Lippen wund macht.
  • Pulsatilla: dicker, gelblich-schleimiger Ausfluss, manchmal grünlich, aber nicht wundmachend.

Bei heftigen Reaktionen auf Impfungen:

  • Thuja: örtliche Schwellung der Haut an der Injektionsstelle.
  • Silicea: allgemeine Reaktion, nicht nur örtlich. Lustlos und apathisch in die Welt schauend.

Bei heftigen Reaktionen auf Impfungen:

  • Lachesis: Blutvergiftung mit hohem Fieber, stürmischer Verlauf.
  • Echinacea: Zur Abwehrsteigerung nach Verletzungen.
  • Pyrogenium: Fieberhafte Infektion, langsamer Verlauf.