Schüßlersalze für die Abwehr

Wenn die Abwehr schwächelt

Erkältungsbeschwerden sind ein Zeichen dafür, dass der Körper eindringende Keime nicht ausreichend abwehrt. Ist das Immunsystem insgesamt schwach, sind die Symptome häufig stark ausgeprägt.

Die Ursache für häufige und wiederkehrende Beschwerden ist nach Ansicht von Dr. Schüßler, dem Begründer der biochemischen Heilweise, ein sogenannter "pathogener Reiz", der die gesunden Funktionen im Körper durcheinanderbringt.

Solche pathogenen Reize können Verletzungen, Schlafmangel und Gemütsschwankungen sein. Sie stören den Mineralstoffhaushalt im Organismus und lassen so Krankheiten entstehen.

Heute weiß man, dass auch Antibiotikatherapien und Darmpilzerkrankungen, ein Mangel an Vitalstoffen, Elektrosmog und Stress das Immunsystem belasten.

Anzeichen für einen Mineralstoffmangel

Um eine passendes Biomineral zur Behandlung auszuwählen, hilft der genaue Blick in das Gesicht des Patienten. Im Laufe der Zeit stellte Dr. Schüßler fest, dass sich Mineralstoffstörungen im Antlitz offenbaren, und zwar durch Verfärbungen wie Rötungen, Aufhellungen, Verdunklungen oder Faltenbildungen.

Benötigt der Körper während einer Erkältung zum Beispiel das Schüßlersalz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 (Eisenphosphat), um akute Beschwerden auszuheilen, erkennt man das an dunklen, schwärzlich-blauen Schatten in den inneren Augenwinkeln.

Je dunkler der "Augenschatten", desto größer der momentane Mangel im Organismus. Auch eine zusätzliche Stirn- und Ohrenrötung deutet auf einen Bedarf dieses Salzes hin.

Sieht man hingegen so aus, als hätte man den ganzen Sommer über eine Sonnenbrille getragen und die Umgebung um die Augen herum ist nicht gebräunt, spricht das für die Nr. 4, Kalium chloratum D6 (Kaliumchlorid). Dieses Phänomen nennt man die "weißliche Augenbrille".

Zwei Salze gegen Entzündungen

Die Nr. 3 Ferrum phosphroricum D12 ist die "Feuerwehr" unter den Salzen: Sie wird bei allen akuten Beschwerden eingesetzt, nicht nur bei Erkältungen, sondern auch bei Verletzungen und entzündeten Verdauungsorganen.

Je stärker die Entzündung ist, desto größer ist auch der Bedarf an Ferrum phosphoricum. Nimmt man das Salz Nr. 3 ein, deckt es nach und nach den Bedarf an Eisenphosphat, so dass die dunklen Augenschatten und die Beschwerden verschwinden.

Wenn sich Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, Entzündungen der Magenschleimhaut oder entzündete Stirnhöhlen häufen, empfiehlt sich die Nr. 4 Kalium chloratum D6. Der Mangel an Kaliumchlorid äußert sich durch eine bläulich-weißliche Aufhellung um die Augen herum.

Dieses zweite Entzündungssalz ist insbesondere für die Schleimhäute von Bedeutung. Es hilft offenbar sowohl bei akuten als auch bei unterschwellig chronischen Entzündungen an den Schleimhäuten und wird im Anschluss oder zusammen mit Ferrum phosphoricum eingenommen.

Bei akuten Erkältungsbeschwerden lässt man von beiden Salzen im Wechsel halbstündlich bis stündlich eine Tablette im Mund zergehen. Klingen die Beschwerden ab, kann die Einnahme reduziert werden.

Die Abwehr stärken

Gerade im Herbst und Winter kann man sich angeblich durch die kurmäßige Einnahme verschiedener Salze vor Erkältungen schützen. Ein solches Immunschema verwendet alle Salze, die einen Einfluss auf das Immunsystem haben:

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 fördert die Aktivität der Fresszellen und macht schädliche Eindringlinge unwirksam.
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 wirkt stimulierend auf das Immunsystem.
  • Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 gilt als Reizmittel, das ebenfalls die Abwehr anfacht.

Jedes Salz wird 14 Tage lang eingenommen - Erwachsene und Jugendliche brauchen täglich drei Mal zwei Tabletten. Bei Kindern genügen pro Tag ein bis zwei Tabletten.

Eine solche Immunkur bewirkt offenbar, dass man deutlich seltener erkältet ist. Wer trotzdem einen grippalen Infekt erwischt, dem sollen die Salze Nr. 3 und Nr. 4 schnell wieder auf die Beine helfen.