Die natürliche Hausapotheke

Bei Kopfschmerzen

Reines Pfefferminzöl vorsichtig auf Stirn, Nasenwurzel und Schläfen tupfen und einmassieren. Danach unbedingt die Hände waschen, damit nichts von dem Öl in die Augen gerät.

Dieser Tee soll die Spannung nehmen: Je 100 g Lavendelblüten, Melissenblätter und je 50 g Weidenrinde sowie Johanniskraut mischen. In einer dunklen Dose aufbewahren.

Bei leichtem Kopfweh 1 TL der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser überbrühen, zehn Minuten ziehen lassen und bis zu drei Tassen am Tag davon trinken.

Pestwurz kann Migräne lindern. Das Heilkraut gibt es als Extrakt oder homöopathisches Präparat in der Apotheke.

Ein Lavendelbad relaxt: Dafür zwei Handvoll Lavendel sowie eine Handvoll Melisse mit 2 l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und ins Badewasser geben.

Für ein beruhigendes Fußbad 30 g Senfmehl in 10 l warmes Wasser rühren und die Füße zehn Minuten darin baden.

Weidenrinde kann "Fieber-Kopfweh" bekämpfen: 1 TL im Mörser zerstoßene Rinde mit 150 ml kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Davon zwei bis drei Tassen am Tag trinken.

Das Immunsystem stärken

Manukahonig soll Keime abwehren. Der Honig stammt vom neuseeländischen Manukabaum (Südsee-Myrthe). Er wird bekämpft Viren und Bakterien und wirkt außerdem antioxidativ sowie wundheilend.

Zur Kräftigung der Abwehr ein bis drei Mal täglich 1 TL Manukahonig langsam auf der Zunge zergehen lassen.

Hibiskus erweist sich als Wohltäter für die Immunzellen. Für einen Tee 3 bis 4 TL Blüten auf 1 l kochendes Wasser geben und fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Den Tee mit 1/2 TL Honig süßen und täglich ein bis zwei Tassen trinken. Der Hibiskus soll die Immunzellen schützen und den Blutdruck senken.

Die Hagebutte kann Infekte durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt fernhalten. Es werden 2 TL getrocknete, gehackte Beeren mit 250 ml kochendem Wasser übergossen und nach zehn Minuten abgeseiht. Davon drei Tassen täglich trinken.

Für eine Stärkung der Abwehr kann auch Sanddorn eingesetzt werden. Etwa 3 bis 4 EL Sanddornsaft täglich machen das Immunsystem mit einer großen Portion Vitamin C fit.

Für Magen und Darm

Rhabarber kann offenbar bei Verstopfung helfen. Dafür 1 bis 2 g Rhabarberpulver mit 125 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Morgens und abends eine Tasse trinken, jedoch höchstens zwei Wochen lang.

Folgende Kräutertropfen haben sich bei einem Reizmagen bewährt: Je 20 Tropfen Pfefferminz-, Süßholzwurzel-, Kümmel- und Bittere-Schleifenblumen-Öl mixen. Fünf Tropfen auf ein Stück Zucker geben und nach dem Essen lutschen.

Indische Flohsamen aktivieren den Darm. 1 TL Samen mit 100 ml Wasser vorquellen und zwei Mal täglich einnehmen. Viel Wasser dazu trinken. Für Kinder und Schwangere ist die Einnahme nicht geeignet.

Krampflösend soll folgende Rezeptur wirken: 2 TL getrocknete, zerkleinerte Kalmuswurzel mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen. Zwei bis drei Mal täglich vor den Mahlzeiten trinken.

Die Bitterstoffe im Eisenkraut sollen die Produktion des Magensaftes steigern. Es werden 2 TL des Krauts mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach fünf Minuten abgeseiht. Zwei bis drei Tassen täglich nach den Mahlzeiten trinken.

Gegen Frauenleiden

In den Wechseljahren: 1 Teil Melisse, 2 Teile Hopfenzapfen und je 3 Teile Johanniskraut, Ehrenpreis und Schafgarbe. Hieraus in der Apotheke einen Tee anmischen lassen.

Rezept: 1 TL der Mischung mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, acht Minuten ziehen lassen, abseihen. Täglich drei Tassen davon trinken.

Der Tee eignet sich insbesondere bei Gereiztheit, depressiver Verstimmung und Schlafproblemen.

Der in der Bärentraube enthaltene Wirkstoff Arbutin wird in Hydrochinon umgewandelt und besitzt antibakterielle Eigenschaften. Damit soll die Heilpflanze vor Blasenentzündungen schützen.

Für einen Tee 1 TL Blätter mit 150 ml kaltem Wasser übergießen und vier bis sechs Stunden zugedeckt ziehen lassen, dann abseihen und erwärmen. Ein bis zwei Tassen täglich trinken.

Den Bärentraubenblättertee nicht in Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden, nicht länger als eine Woche und nicht häufiger als fünf Mal im Jahr.

Bei Hitzewallungen kann Salbei helfen. Einfach 3 TL davon klein schneiden, fünf Minuten in 1/2 l Wasser kochen, abgießen. Den Tee zwei bis drei Mal täglich trinken.