Pflanzliche Hilfe bei Menstruationsbeschwerden

Hilfe für die Psyche

Für die Stimmungsschwankungen vor der Menstruation ist das Progesteron, das Gelbkörperhormon, verantwortlich. Bei zyklusbedingten Missstimmungen haben sich neben dem Einsatz von Mönchspfeffer Anwendungen mit Johanniskraut bewährt.

Für einen Tee werden drei Teelöffel des getrockneten Krauts mit kochendem Wasser übergossen und für 8 Minuten ziehen gelassen. Sind die Beschwerden stärker, können täglich bis zu 1.000 mg Extrakt in Form von Tabletten eingenommen werden.

Zur Entspannung und Beruhigung eignen sich außerdem Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblume. Auch hier gibt es neben Teezubereitungen Tabletten oder Tropfen.

Der im Hopfen enthaltene Stoff Lupulin ist eine östrogenähnliche Substanz. Das Kraut hat eine beruhigende Wirkung auf den Organismus, beseitigt Konzentrationsprobleme und depressive Verstimmungen während der Tage.

Bewährt hat es sich, menstruationsbegleitend täglich vorbeugend zwei Tassen Hopfentee zu trinken. Einen gehäuften Teelöffel des Krauts mit einer Tasse heißem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und abseihen.

Entspannend für Körper und Seele sind neben Teezubereitungen auch Massagen des Unterleibs und der Beckengegend, beispielsweise mit den ätherischen Ölen von Kamillenblüten, Kümmelfrüchten und Melissenblättern. Sie werden mit Jojobaöl im Verhältnis 1:1 vermengt.

Leichter Sport ist bei Verstimmungen immer hilfreich, nicht zuletzt, weil durch die Bewegung der Testosteronspiegel angehoben wird. Der weibliche Körper kann aus dem männlichen Sexualhormon Östrogen herstellen, was die Stimmung wiederum hebt.

Feuchte Wärme und Entspannung

Wärme gilt bei Menstruationsschmerzen als hilfreich. Also eine Wärmflasche oder Wärmekompresse aus der Apotheke in ein feuchtes Tuch wickeln und eine halbe Stunde auf den Bauch legen. Auch eine warme Heublumen- oder Kamillenkompresse kann verkrampfte Bauchmuskeln lockern.

Ein Vollbad während der Regel fördert die Durchblutung und kann Bauchkrämpfe lösen. Viele Frauen befürchten unbegründeter Weise Infektionen oder empfinden Vollbäder als unangenehm während der Blutung. Alternativ können sie ein Fußbad mit den entspannenden ätherischen Ölen machen.

Nicht wenige Frauen fühlen sich an den Tagen vor den Tagen aufgequollen. Hier können Birken- und Brennnesselblätter helfen, da sie den Körper entwässern.

Bei übermäßig starken, lang anhaltenden Regelblutungen hilft das blutstillende Hirtentäschelkraut: Zwei TL mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, nach 15 Minuten abseihen. Zwei bis vier Mal täglich eine Tasse davon trinken.

Auch Entspannungstechniken wie Yoga und autogenes Training, Meditation oder Gymnastik sollen Menstruationsbeschwerden lindern. Ein leichtes Sportprogramm mit speziellen Übungen kann neben der positiven Wirkung auf die Stimmung auch Schmerzen im Rücken und Unterbauch lindern.

Grundsätzlich ist auf ausreichend Schlaf zu achten. Auf zu viel Kaffee, Alkohol, das Rauchen und zuckerhaltige Lebensmittel sollte an den Tagen vor den Tagen weitestgehend verzichtet werden.