Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag

Gesundheitliche Folgen

Die giftigen und krebserregenden Stoffe im Tabakrauch werden über die Lunge in den Körper aufgenommen und erreichen mit dem Blutkreislauf alle Organe. Daher können sich die Schäden des Rauchens auch im gesamten Organismus manifestieren.

So schädigt Rauchen z.B. Zahnfleisch und Zähne. Das Zahnfleisch wird schlechter durchblutet, die Zähne durch die Inhaltsstoffe des Tabakrauches direkt angegriffen. Im Vergleich zu Nichtrauchern haben Raucher ein bis zu siebenfach höheres Risiko, Parodontose zu bekommen.

Auch die Augen werden durch das Rauchen in Mitleidenschaft gezogen. So erleiden Raucher im höheren Lebensalter doppelt so häufig wie Nichtraucher einen Sehverlust, der bis zur Erblindung führen kann. Hauptursache ist die bei Rauchern verstärkte Degeneration der Netzhaut, die Makula-Degeneration.

Verzögert ist bei Rauchern auch die Wundheilung. Zudem müssen Raucher mit mehr postoperativen Komplikationen rechnen, da die Durchblutung bei ihnen meist bereits in Mitleidenschaft gezogen ist.

Das Rauchen belastet den Körper mit Schadstoffen, die den Alterungsprozess beschleunigen. Das wird am deutlichsten an der Haut sichtbar. Die Haut der Raucher verliert an Spannung, wird früher faltig und unelastisch.

Rauchen kostetZudem ist Rauchen für verschiedene Krebserkrankungen verantwortlich. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der heimtückischsten Krebserkrankungen, weil er oft erst in einem unheilbaren Spätstadium erkannt wird. Bereits leichte Raucher (bis zu 10 Zigaretten pro Tag) haben ein deutlich erhöhtes Risiko.

Gefahren durch Passivrauchen

Auch Menschen, die selbst nicht rauchen, sich aber in einem Raum aufhalten, in dem geraucht wird, sind den Schadstoffen im Tabakrauch ausgesetzt. Selbst kurzzeitiges Passivrauchen, so aktuelle Forschungen, kann zu einer Einschränkung der Körperfunktionen der Betroffenen führen.

Es wurde festgestellt, dass Passivrauchen die Anpassungsfähigkeit der Blutgefäße beeinträchtigt. Außerdem können die Schadstoffe zur Entwicklung von Tumoren beitragen.

Eingeatmet werden beispielsweise Stickstoffoxide, Blausäure, Ammoniak, Formaldehyd, Benzol, polyzyklische Kohlenwasserstoffe, Nitrosamine, Schwermetalle und das radioaktive Polonium 210.

Dabei ist die Belastung nach dem Ausdrücken der Zigarette nicht beendet. Die Halbwertzeit der Feinstaubpartikel und der gasförmigen Bestandteile des Rauchs in der Raumluft beträgt mehr als zwei Stunden.

Als "kalter Rauch" lassen sich die Komponenten des Tabakrauchs, die sich an Wänden, Möbeln, Gardinen oder Teppichen niederschlagen, sogar noch viel länger wahrnehmen.

Akut verursacht Passivrauchen Atembeschwerden sowie Augenbrennen und -tränen. Häufig sind auch Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelanfälle und Müdigkeit. Bei Asthmatikern kann die Belastung schwere Atemnotsanfälle auslösen.

Besonders stark reagieren Säuglinge und Kinder auf Passivrauch. So wird die Entstehung von Asthma begünstigt, gehäuft treten auch Atemwegs- und Mittelohrentzündungen auf. Passivrauchen wird auch für den so genannten plötzlichen Kindstod verantwortlich gemacht.

Daher tritt das Aktionsbündnis Nichtrauchen dafür ein, dass

  • alle Arbeitsplätze, Spielplätze und gastronomischen Betriebe rauchfrei werden.
  • es in Zukunft weder offene Tabakwerbung noch Schleichwerbung für Tabakprodukte gibt.
  • alle Inhaltsstoffe von Tabakwaren offengelegt werden.
  • Kinder nicht mehr den Gefahren des Passivrauchens ausgesetzt werden – auch nicht in Autos und Wohnungen.